Ruf aus dem Schnee

So langsam schält sich heute am 3. Tag des neuen Jahres die Erkenntnis raus, dass es wieder weiter geht. Stundenlang am Rechner und am Telefon gesessen und die nächsten Arbeitsaktivitäen koordiniert und aufgefrischt. Und dabei doch der Gedanke: Was ist eigentlich neu an dem Jahr ? Neuer Kalender. Und ? Neue Vorsätze und Vorhaben ? Eher nicht. Bin nicht so der Mensch der festen Punkte, von denen ab sich alles verändert. Diese Dinge brauchen Zeit und schleichen sich langsam ein. Plötzlich ist etwas neu und anders. Aber wann fängt das an ? Da sind noch die mäßig vielen Wünsche zum Neuen Jahr. An denen habe ich mich – eher sparsam – auch beteiligt. Gut, man kann sich auch mal wieder etwas Gutes wünschen. So für die nächste Zeit. Vielleicht wünscht man auch Segen. Einen guten Umgang mit der Zeit. Ja, das ist es eigentlich: Unser Zeitmaß hat wiedermal ein Schnipsel verloren, das Maßband des eigenen Lebens ist um einen Abschnitt kürzer geworden. Und wie immer stellt sich die Frage, ob die Zeit gut genutzt war und ob ich wirklich etwas verändern konnte in diesem letzten Zeitabschnitt ? Und so tue ich wieder die Dinge, die ich schon im alten Jahr gemacht habe, plane weiter, bemühe mich weiter, werde wohl auch wieder resignieren an manchen Stellen und plage mich weiter mit den Fragen, was ich tun soll mit meiner geschenkten Zeit, damit ich nicht irgendwann oder sehr bald dastehe und mich fragen muss, warum ich so geizig mit meiner Zeit war, wenn es galt sie zu verschenken und so verschwenderisch, wenn es galt sie zu nutzen.

Trotzdem – weil es grad eine gute Gelegenheit ist – allen, die mal hier reinklicken, ein gutes, fröhliches, ertragreiches, gesundes, gesegnetes Jahr. Und wenn es nicht so kommt, die Stärke, auch mit den unerfreulichen und (momentan) schlechten Dingen umgehen zu können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.