Verweigerung

Immer ein wenig zu spät kommen. Ein klein wenig Rebellion gegen die Verplantheit des Lebens. Als wenn man das so könnte. Alles planen. Aber so läuft´s eben. Die Woche ist voll mit Erwartungen, die man nicht enttäuschen kann. Und es bleibt dann das Sehnen nach ein wenig Unvorhersehbarem, Improvisierten. Selbst das geplante Konzert- oder Kinogehn ist zu viel. Wo bleibt der Platz, um verschwommenen Blicks und Geistes ins Nichts zu starren ? Wo bleibt das verwunderte Stehenbleiben und Lauschen ? Meist geht es eben so weiter. Man fragt nicht und macht einfach. Nur manchmal beschleicht die Frage, ob das immer so weiter geht. Und dann sage ich – wie alle vernünftigen Menschen – bau dir ein paar Inseln. Freu dich, wenn der Augenblick dir grad zulächelt. Plane dir die nächste freie Zeit, damit du dann mal richtig abschalten kannst. Also plane ich. (!)